Ich kenne noch nicht deinen Lieblingfilm, aber ich weiß, dass ich ihn mit dir schauen möchte. Mit der Decke über uns. Wenn wir Sonntagsabends zusammen im Bett liegen.  Mit Popcorn und dir in meinem Arm.

Ich kenne noch nicht dein Lieblingsrestaurant, aber ich weiß, dass ich mit dir dort essen möchte. Wein trinken möchte und stundenlang von unseren Abenteuern erzählen möchte. Wir Geschichten austauschen, während ich gar nicht meine Augen von dir nehmen kann. Wir dort sitzen und die Zeit vergessen. Weil 5 Stunden sich mit dir anfühlen wir ein paar Sekunden.

Ich kenne noch nicht deinen Lieblingsort, aber ich weiß, dass ich mit dir dahin verreisen möchte. Möchte mit dir neue Länder entdecken. Mit dir durch volle Straßen laufen. Orientierungslos, doch nicht ohne Ziel. Meine Hand in deiner.Verloren gehen in fremden Kulturen. Verloren gehen in den Gerüchen, Stimmen und Farben fremder Orter. Uns finden. Das, was wir sind. Mit jedem Schritt den wir zusammen gehen.

Ich kenne noch nicht deine besten Freunde, aber ich weiß, dass ich sie kennen lernen möchte. Ihre Geschichte über dich hören möchte. Manche vielleicht peinlich. Manche atemraubend. Möchte von all den Stories hören, die ihr schon zusammen erlebt habt. Möchte wissen, was für ein großartiger Freund du bist und ob du auch mein bester werden kannst.

Ich kenne noch nicht dein Lieblingsbuch, aber ich weiß, dass ich es lesen möchte. Möchte verstehen, was dich inspiriert. Was dich bewegt. Welche Wörter dich bewegen. Möchte wissen, was dein Herz zum Rasen bringt und dein Geist rastlos lässt. Möchte jede Zeile lesen und behalten. Und niemals vergessen.

Ich weiß noch nicht, wie du dich verhältst, wenn du sauer bist. Ob du all die Wut und den Ärger in dich hinein frisst oder du explodierst. Ich weiß nur, dass ich für dich da sein möchte. Dass ich versuchen möchte, dich wieder zum Lachen zu bringen. Dass du mir vertrauen kannst, auch wenn ich vielleicht deine Wut, deinen Ärger oder deinen Schmerz nicht verstehen kann. Aber, dass ich alles versuchen werde um ihn zu beseitigen. Oder solange bei dir bleibe, bis es besser wird.

Ich weiß nicht, wen du vorher geliebt hast. Oder wie sie dich geliebt haben. Weiß nur, dass es anscheinend nicht richtig war. Dass nicht alles rosarot und zauberschön war. Dass manche Stories eben kein Happy End haben. Aber ich werde versuchen, dich wieder hoffen zu lassen. Dich glauben zu lassen, dass es sie gibt. Liebe. Und dass sie verdammt schön sein kann.

Ich weiß noch nicht viel über dich, aber ich weiß, dass ich mehr Zeit mit dir verbringen möchte. Dich besser kennen lernen möchte. Möchte bei dir sein in deinen schönsten Momenten. Wenn das Leben mal wieder deinen Soundtrack spielt. Und möchte für dich da sein, wenn es mal dunkel wird. Um dich. Um dein Leben. Um uns. Möchte der kleine Funke von Hoffnung sein.

Ich weiß noch nicht viel über dich, aber ich weiß jede Menge über mich. Ich weiß, dass meine Augen glänzen, wenn ich etwas sehe, dass besonders ist. Anders ist. Echt ist. Dass, jedes mal wenn meine Hand deine berührt, mein Körper zuckt. Vor Freude. Absoluter und wahrhaftiger Euphorie. Dass ich dich vermisse, wenn wir uns nicht sehen, obwohl wir jeden Tag voneinander hören.

Und wie du merkst, weiß ich ganz schön viel noch nicht über dich. Bin ganz schön unwissend. Weiß aber, dass ich Gewissheit habe. Dass, das hier, mit dir und mir. Dass sich das ganz schön gut anfühlt. Vielleicht wie Liebe, vielleicht auch nicht. Aber ich bin hier und möchte das herausfinden.

Ich weiß genug, dass ich bleiben möchte. Und bleiben wollte ich schon lange nicht mehr.

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2 Gedanken zu “Von Unwissenheit und dem Bleiben.

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