Sie sagen immer, es sei so einfach und unkompliziert. Gib‘ viel und irgendwie wird es am Ende schon klappen. Halt nicht mit deinen Gefühlen zurück, sagen sie. Sei mutig. Sei verletzbar. Sei offen. Und irgendwie, wird es schon klappen. Am Ende.

Aber wisst ihr was? Das, was sie euch nicht sagen ist, dass es manchmal alles Andere als klappt. Weil manchmal, kann man eine Person noch so sehr lieben. Mit allem was man hat. Mit jeder Faser des Körpers. Und es geht am Ende doch schief. Manchmal klappt es eben doch einfach nicht. Irgendwie. Am Ende.

Doch wieso zur Hölle lassen wir uns dann auf dieses Spiel von „Ich fühle was, was du nicht fühlst“ ein? Warum nehmen wir all die Nebenwirkungen wie Herzschmerz, die Tränen und schlaflosen Nächte hin, wenn wir bereits wissen, dass wir es richtig verkacken können? Das die Historie uns doch gezeigt hat, dass wenn wir eins können, ist es Hals über Kopf uns zu verlieben, um am Ende ohne Verstand ins Leere zu gucken.

Wir akzeptieren dieses Risiko, weil in jedem Moment, in dem du mich zurückweist. In jedem Moment, in dem du mir das Gefühl gibst, dass es ein „WIR“ nicht geben wird. Dass du nicht das Gleiche oder das Selbe fühlst – wer kann schon bei Gefühlen auf Grammatik achten. In den Momenten, wenn du mich absichtlich ärgerst. In jedem dieser Momente, ein Fünkchen Hoffnung steckt. Tief im Inneren, versteckt in der letzten Ecke.  Ein Fünkchen, was laut schreit, dass wir etwas sein könnten. Etwas werden könnten. Und ich bin mir sicher, dass du das auch fühlst. Wenn du mich so anschaust. Und als dein Herz so schnell geschlagen hat, wie meins. Als ich dort auf dir lag, mit meinem Kopf auf deinen Oberschenkeln. Und jedes Mal als ich bei dir war und die Zeit stillstand und irgendwie alles ok war.

Also akzeptieren wir das Risiko und stürzen uns ins glitzernde Unglück. Klammern uns an diesen eine Ast. Weil wir nicht die Dinge und Wörter bereuen, die wir sagen, sondern viel mehr all die Gedanken, die wir unterdrücken. Unter Verschluss halten. Immer uns selbst fragend, was wäre wenn. Wollen nichts unversucht lassen. Wollen alles geben. Von uns. Also sag ich dir, dass ich lila Himmel mag. Und schick dir Bilder jedes Mal. Bereite meine Gefühle offen aus, wie eine große Landkarte. Zeig dir die Ecken, die du noch nicht bereits erkundet hast. Damit wir nicht verloren gehen. Damit wir Kurs halten, in diesem Gefühlsmeer.

Und ich werde nicht nach Aufmerksamkeit betteln. Werde nicht flehen, dass du mich liebst. Werde dir nicht Lieder singen oder dir auch nicht Blumen schicken. Aber, Baby, dass mit uns könnte was sein. Was Großartiges sein. Und wenn ich dann durch deine Bilder auf Facebook klicke, weil wir uns jetzt schon seit 3 Tagen nicht mehr gesehen haben und ich dich vermisse. Wenn ich auf der Suche nach Makeln und Fehlern bin, die mich auf den Boden der Tatsachen runterbringen. Gerade dann merk ich, wie sehr ich dich mag. Dein verschmitztes Grinsen, deine Leidenschaft und dich.

Ich kann dich nicht zwingen mich zu lieben. Kann dich nicht dazu bringen, so zu fühlen, wie ich es tue. Ich kann nichts herbeirufen, was einfach nicht da ist. Nicht existiert. Aber wir wissen beide, dass dort etwas ist. Und genau das ist fucking scary. Denn, dass einzige was noch angsteinflößender ist als alles zu versauen, ist alles so richtig und perfekt hinzubekommen, dass man plötzlich etwas zu verlieren hat.

Du wirst also nicht den ersten Schritt machen. Wirst mich nicht als erstes Küssen. Wirst mir auch nicht sagen, dass du mich magst. Mich mehr magst als nur Freundschaft. Und wirst dir vielleicht auch nicht eingestehen wollen, dass wir etwas sein können. Aber hier stehe ich vor dir. Mit allem was ich habe und hoffe, dass du uns eine Chance gibst.

Und irgendwie hoffe ich dann, dass wenn du lila Wolken siehst, du an mich denken musst. An das, was wir sein könnten.

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