Das nervige am Leben ist doch, dass es nie gleich bleibt. Nie stabil bleibt für eine längere Zeit. Denn sobald du anfängst, dich niederzulassen, dich in eine Routine zu begeben. Du eine Glückssträhne erwischst und das Gefühl hast endlich den roten Faden im Leben erwischt zu haben. Du merkst, wie plötzlich die ganzen Puzzleteile zusammenpassen. Genau dann hört deine Glückssträhne meistens auf oder endet in Spliss. Deine Puzzleteile ergeben ein nicht lösbares Mosaik und dein roter Faden verstrickt sich in ein Wollknäuel aus Gedanken und Emotionen.

Dein Fortschritt wird langsamer. Deine Erfolge werden weniger. Und das Leben, an dem du so hart gearbeitet hast. An dem du so sehr gefeilt und getüftelt hast, bis es richtig erschien. Genau dieses Leben fängt dir an durch die Finger zu gleiten. Stück für Stück. Wenn die Projekte, die dich einst inspiriert haben sich nur wie eine weitere Station in Richtung Alltagswelt anfühlen. Wenn die Liebe, die dich eins befreit und beflügelt hat, einsperrt und limitiert. Wenn die Träume und Pläne, die du für dein Leben genäht hast sich Naht für Naht auflösen, weil sie unerreichbar oder unpassend oder unangebracht anfühlen.


 

Wenn du also an diesem Punkt bist, was machst du da?


Die meisten von uns werden wohl einfach weitermachen. Werden jeden Morgen im gleichen Job erscheinen, werden die selbe Person in routinierter Art und Weise lieben und die gleichen gedankenlosen Entscheidungen treffen, die einst so wichtig für einen waren.

Doch warum tun wir das? Warum versetzen wir uns selbst in diese emotionslose und neurotische Starre von Egalheit und Desinteresse? Warum hören wir auf uns zu kümmern? Weil es verdammt einfach ist. Es einfacher ist, mit der Situation so umzugehen. Sich abzufinden. Und nicht nur einfacher, nein auch sicherer. Der behütete Weg. Die Richtung, die dir erlaubt ein durchschnittliches Leben zu führen. In einer durchschnittlichen Doppelhaushälfte mit durchschnittlichem Vorgarten, wo dir morgens dein durchschnittlicher Partner und dein durchschnittlicher Golden Retriever „Tschüß“ sagt, wenn du dich auf dem Weg zu deinem durchschnittlichen Bürojob machst in deinem durchschnittlichen Toyota Prius. Das Leben welches du leben kannst, nachdem du dein brillantes, fabelhaftes und wagemutiges Selbst tief in dir vergraben hast.

Aber so muss es nicht sein. Manchmal ist dies auch genau der Punkt, wo dein Leben ein Comeback braucht. Dein 1. Hit war ein voller Erfolg. Ein Wunder. Leider mehr One Hit Wonder als wunderbar, aber immerhin. Doch nur, weil du dich gerade fühlst wie Britney Spears in 2007, heißt nicht, dass du wieder zurückkommen kannst. Es immer noch drauf hast. Du immer noch im roten Latexanzug auf der Bühne stehen kannst. Auch wenn du deine Hip Rolls gegen Bauchröllchen eingetauscht hast. Gib dich nicht mit Durchschnitt ab. Hab Erwartungen an dich und dein Leben. Ruf dir all die positiven Dinge und Erfolge aus der Vergangenheit wieder in den Kopf. Eliminiere all die schlechten Eigenschaften und Angewohnheiten, die sich über die Zeit eingeschlichen haben. Ignoriere all die Miesmacher, Minusmenschen und Jessica Simpsons dieser Welt.

Denn wenn du Britney 2007 sein kannst, stell die erst vor, wie grandios es sein muss Britney „You better work bitch“ Spears zu sein. Oops, I fucking did it again!

 

 

 

 

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