Ich habe mich verliebt. Ohne Halt und ohne Rücksicht. Ich habe mich so lange dagegen gewährt. Ich habe dagegen gekämpft. Argumentiert. All meine Kontrapunkte verbalisiert. Meine Logik doch ignoriert. Weil ich es besser wusste.

Die anfänglichen Spiele, waren herausfordernd. Wie eine Runde Schach, wo der kleinste Vorteil, einem das Gefühl von Größe und Gewinn vermittelt. Egal wie oft ich scheiterte in deinen Spielen, ich versuchte es jedes Mal von vorne. Wie die Hunger Games, von jedem Tag aufs Neue. Ein Hamsterrad von Emotionen und Gefühlen. Jedes Mal mit dem Ziel, am Ende doch dich zu erreichen. Mir selbst zu beweisen, dass ich dich lieben kann. Und du mich.

Und wenn du mich so angesehen hast. Mich gehalten und deine Stirn gegen meine gedrückt hast. Dann war es vorbei. Es war um mich geschehen. Umso mehr du wolltest, umso mehr gab ich. Gab ich dir. Von mir. Hab dir selbst die Werkzeuge gegeben mit denen du mich später noch foltern würdest. Wie ein Hase auf der Jagd, der dem Jäger sagt, welche Haken, er wo schlägt. Hab einen Spalt in meiner Gefühlsmauer geöffnet, mit der Hoffnung, dass du nicht die ganze Mauer direkt einschlägst. Doch ohne zu Merken, hast du Fäden an mein Leben gesponnen. Hast bei jeder Umarmung, bei jedem Kuss, den Knoten noch ein wenig fester gezogen. Hast die Zügel in die Hand genommen und mich wie eine Marionette für dich tanzen lassen.

Du hast mir das Gefühl gegeben, ich sei einfach zu viel. Zu viel für dich. Zu viel für uns. Zu viel für alles Andere drum herum. Ich würde dich zu sehr lieben, hast du gesagt. Zu viel nachdenken, warfst du mir vor. Und zu stark fühlen. Und bei Allem hattest du so verdammt recht.

Ich habe dich mehr geliebt, als du es jemals verdient hattest. Habe mehr Gedanken an dich verschwendet, als du es wert warst und zu starke Gefühle dir gegenüber gehabt, die einfach fehl am Platze bei dir waren. Doch mittlerweile weiß ich, dass nicht ICH zu viel war. Du warst einfach zu wenig.

Ich war ein Idiot. Ein Idiot, der bereit war alles aufs Spiel zu setzen. Mehr als einmal habe ich dir meine offene Hand entgegengehalten, dich gebeten sie zu nehmen, doch deine Hände blieben geschlossen. Fest geballt zur Faust. Du wusstest, dass ich soweit gehen würde. Dass ich alles tun würde, weil ich von Emotionen geblendet und von deinen schönen Worten betrunken war. Du hattest mich manipuliert. Mich an den Rand getrieben. Nicht um etwas Bestimmtes zu erreichen, sondern rein des Könnens wegen. Doch als es Zeit war zu springen, gemeinsam Hand in Hand, blieb deine Hand geschlossen. Bliebst du stehen und hast mich fallen gelassen. Alleine.

Doch vielleicht sollte ich dir am Ende danken. Dafür, dass du zu schwach warst um dich zu öffnen. Zu viel Angst davor hattest, ein Risiko einzugehen. Dafür, dass du mir gezeigt, wie stark ich bin. Wie viel ich wert bin. Wie unerschütterlich ich lieben kann. Am Ende bin ich vielleicht ein Idiot. Doch wenn ich springe, dann springe ich. Und du stehst dort, kontrolliert, abhängig und ängstlich am Klippenrand, Zähne schlotternd und eingeschüchtert.

Da bin ich lieber ein Idiot, als ein Feigling, wie du.

 

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Ein Gedanke zu “Von mir {Idiot} und dir {Feigling}.

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