Ich gebe es zu. Ich bekenne mich. Ich habe Ziele. Große Ziele. Ziele von einem spitzen Leben. Mit allem drum und dran. Mit aller Wunderhaftigkeit und Fabulösität. Mit allem, was man sich so vorstellt. Doch vor allem Ding, muss es groß sein. Ich möchte ein Leben führen, das einschlägt. Wie Wrecking Ball von Miley Cyrus. Mit weniger Zunge aber mehr einer Abrissbirne an Leben.

Ich bin durch damit meine Wünsche runterzuschrauben. Hab die Schnauze voll davon, mich klein zu machen. Wieso denn immer einfach und simpel denken? Nur weil es nach etwas klingt, nach dem ich fragen sollte. Einfach und simpel ist das was ok ist. Was vertretbar ist. Doch was ist, wenn ich einfach und simpel öde finde. Kotzsterbenslangweilig finde. Und ich viel mehr atemberaubend, verrückt, ausgeflippt und unglaublich kompliziert haben möchte?

Ich möchte nicht mehr meine Bedürfnisse und Ziele herabsetzen. Nicht, weil das irgendwer von mir verlangt oder mit sagt, dass sei nicht angebracht. Und nicht, weil ich einfach Angst habe. Weil ich ein kleiner Schisshase bin. Denn mit hohen Erwartungen wird auch der Raum für Enttäuschung, Versagen und Scheitern größer. Ein Raum so groß, dass man manchmal den Überblick verlieren kann. Sich selbst verlieren kann. Also hält man die Erwartungen niedrig. Die Ziele nah. Denn so erreicht man sie auch schneller. Holt sich keine Schürfwunden beim Hindernisse überwältigen. Läuft nicht Gefahr verletzt zu werden. Auf der Strecke zu bleiben. Träume können nicht kotzen, wenn man sie mit all den Erwartungen ans Leben vollstopft. Sie platzen einfach. Puff.

Und somit ist es angsteinflößend zu träumen. Es ist beängstigend sich einfach gehen zu lassen und an all die tollen Dinge zu denken, die man im Leben schaffen möchte. Sehen möchte. Erfahren möchte. Es ist gruselig sich der Enttäuschung, dem Versagen und dem Scheitern auszusetzen. Es kann einem Angst machen, dass die Träume vielleicht nur Träume bleiben werden. Dass es mit dem werden manchmal gar nicht so einfach ist. Das man denkt, man wüsste, wo man hinwill. Doch man eben nur denkt und nicht weiß.

Und doch wie Wrecking Ball von Miley Cyrus, möchte ich einschlagen. Möchte nicht halt machen vor Wänden und Hindernissen und Menschen, die sich mir und meinen Zielen in den Weg stellen. Wie eine Abrissbirne möchte ich einschlagen. Durchschlagen. Denn wenn du dich immer in ein Leben zwängst, welches kleiner ist, als das Leben wofür du eigentlich gemacht bist, wenn du dich immer in einen Raum einsperrst, der die Luft zum Atmen nimmt. Wenn du immer nur Träume träumst, wie glücklich kannst du sein? Ist das wirklich worum es geht oder was wir vom Leben erwarten: Weniger zu wollen um weniger zu wagen?

 

 

 

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